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Biotop LJH Allentsteig

Allentsteig, NÖ

Leistungsumfang: Planung, Bauaufsicht
Laufzeit: 2008

Das Projekt wurde 2009 mit der Goldenen Kelle des Landes Niederösterreich ausgezeichnet!

Da das Landesjugendheim einer Erweiterung unterzogen werden sollte, wurden auch die Außenanlagen neu gestaltet. Das Zentrum nimmt ein Feuchtbiotop ein, welsches von einem Bachlauf gespeist wird, dessen Ursprung sich in Form eines Quellsteines auf der obersten Geländestufe in der Höhe des Gebäudeerdgeschoßes befindet. Gemütlich gestaltete Sitzbereiche im Uferbereich sollen qualitative Aufenthaltsbereiche bieten.

Das Gerinne ist als sanft geschwungener Bachlauf gestaltet. Seine Ufer säumen Wildstauden wie etwa Sumpfdotterblumen, die auch in der Natur an Bachufern vorkommen. Die vorhandenen Geländestufen werden im Bereich des Bachlaufes mittels einer Erdaufschüttung aufgelockert. Der Quellstein wird von Gräserpflanzungen eingerahmt, während Staudenpflanzungen aus rotblühendem Mauerpfeffer den Hang zieren.

Eine hinterfüllte Trockenmauer trennt die Teichebene vom Hangbereich und stellt den Hintergrund für einen Sitzplatz dar. Wenige Stufen verbinden die Sitzebene mit dem Gebäudezugang. Da sich der Teicheinlauf aus akustischen und optischen Gründen in unmittelbarer Nähe des Sitzbereiches befindet, ist der Bodenbelag durch Steinschlichtung vor Ausschwemmung zu schützen. Trittsteine ermöglichen eine Erkundung der Flachwasserflora.

Am Nordufer lockern Weiden den vorhandenen Nadelbaumbestand auf und bilden gemeinsam mit einem Streifen aus Schilf das optische Rückgrat des Feuchtbiotops.

Das Nordufer des Teiches ist als Flachwasserbereich ausgeformt, in welchem standortgerechte Pflanzen wie z.B. Pfeilkraut oder Wasserminze gepflanzt werden.

Sämtliche wegbegleitenden Böschungen werden abgeflacht, sodass sie auch als Liegeflächen genutzt werden können und leichter pflegbar sind. Der westliche Teil der Teichebene fällt ab dem Teichufer leicht ab. Dadurch verschließt sich die untere Ebene dem/der Herankommenden nicht völlig, sondern eröffnet Einblicke in das Gelände. Der südöstliche Teil ist als Ebene gestaltet und bietet sowohl Rückzugs- als auch Kommunikationsbereiche in Form von Hängematten, Liegepritschen aus Lärchenholz und Sitzquader aus Naturstein. Die Abtrennung erfolgt durch die gezielte Pflanzung von  Blüten- und Duftsträuchern. Sitzsteine am südlichen Teichufer ergänzen das Angebot an  „Lümmelflächen“, welche für Jugendliche zur Knüpfung von Kontakten von großer Bedeutung sind.

Aufgrund des langen Schattenfalls des Baumbestandes ist die Hauptnutzung dieses Teils der Anlage für die Abendstunden geplant, während die Nutzung des nordöstlichen Teichufers sich für den Genuss der Morgensonne empfiehlt.

Die Pflanzung von 5 Feldahornen entlang des Zugangsweges verleiht der Anlage formale Struktur und optischen Halt. Diese Baumart sorgt durch ihre schöne Herbstfärbung für Akzente.

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