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Ortsplatz Maria Laach

Maria Laach, NÖ – 1. Platz Wettbewerb

Leistungsumfang: Planung, Bauaufsicht
Laufzeit: 2006-2008

Maria Laach erhielt erst durch den Abriss eines Gebäudes in den 1960er Jahren die Möglichkeit im Ortszentrum einen öffentlichen Platz anzulegen. In den folgenden Jahrzehnten wurde die neu gewonnene Fläche fast ausschließlich als asphaltierter Parkplatz genutzt. Erst im Zuge eines Dorferneuerungsprojektes entschloss man sich 2006 zur Umgestaltung in einen multifunktionalen öffentlichen Raum. Neben der Neuordnung des ruhenden Verkehrs bestand auch der Wunsch nach einem Fest- und Marktplatz, nach Ruhezonen, einem Brunnen und einer Attraktivierung des Zugangs zur Wallfahrtskirche. Vordringliche Maßnahme war die Verlagerung der Stellplätze an die Landesstraße. Dadurch entstand ein großzügiger Freiraum, der die unterschiedlichen Nutzungen aufnehmen konnte. Ein Bogen aus rotem Naturstein bildet das „Rückgrat“ der Neugestaltung. Er gibt den unregelmäßigen Flächen zugleich Halt und Spannung. Die integrierten Lichtelemente verdeutlichen diese Wirkung auch bei Nacht. Der Bogen verbindet die im Süden bereits vorhanden gewesenen Elemente (Pavillon und Natursteinbrunnen) mit dem eigentlichen Platz und dient zum Teil auch der Oberflächenentwässerung.

Um die unregelmäßigen Platzteile zusammenzufassen und optisch zu vergrößern, entschied man sich für eine einheitliche Pflasterung aus Granit-Kleinstein in „Salz-und-Pfeffer-Mischung“ (80% Neuhauser Granit + 20% Gebhartser Syenit). Das Pflaster „entmischt“ sich zur Kirche hin immer mehr, um den engen, dunklen Zugang aufzuhellen und zu betonen.

Wichtige Bereiche – wie die Eingänge in das Gebäude des Bauernmarktes und der Zugang zum Brunnen – werden durch einen Materialwechsel (Flächen aus großformatigen Betonplatten) hervorgehoben. Platten aus Weißzement fassen den gesamten Platz ein.

Ein zentrales Element der Neugestaltung ist der Brunnen. In bewusstem Gegensatz zum Quellsteinbrunnen am Ende des roten Bogens und in Hinblick auf die zeitgemäße Gestaltung des Platzes wurde er in Ortbeton ausgeführt. Aus einem flachen Becken erhebt sich ein Monolith aus Weißzement dessen geneigte Oberfläche zur Straße zeigt. Durch die Höhenentwicklung und die Neigung wirkt der Brunnen auch nach außen, obwohl er mitten im Platz steht. Der helle Block hebt sich vom grauen Becken ab und zitiert zugleich die weiße Einfassung des Platzes. An seiner Oberkante sprudelt Wasser aus drei Schaumdüsen und fließt vor allem über die schräge Fläche ins Becken. Dort befinden sich weitere Wasserdüsen. Die Fließ- und Spritzgeräusche sollen vom Verkehrslärm ablenken und eine angenehme Atmosphäre erzeugen. Der Wasserstand im Becken ist so niedrig, dass der Brunnen von Kindern gefahrlos bespielt werden kann. Sitzstufen beiderseits des Beckens ermöglichen einen Aufenthalt direkt am Wasser.

Verschiedene Beleuchtungs-elemente (Laternen, Poller-leuchten, Bodenscheinwerfer) erzeugen und betonen unterschiedliche Platzbereiche und –räume.

Duft- und Blütensträucher rahmen ein und regen die Sinne an.

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